Die A.I.J.P.- ein Weltverband

Die A.I.J.P. - ein Weltverband für Autoren und Journalisten in der Philatelie

Die Association Internationale des Journalistes Philatelique, kurz AIJP, wurde 1962 während der Internationalen Briefmarkenausstellung PRAGA '62 in Prag gegründet. Die Idee für einen solchen Verband war nicht neu. Schon 1927 war von Guilio Tedeschi als ihrem ersten Präsidenten die "Federation Internationale de la Presse Philatelique" (FIPP) ins Leben gerufen worden. In den Jahren bis 1938 sollen über 198 "Bulletins" erschienen sein. Es gab Kongresse in Monte Carlo (1928), Le Havre (1929), Antwerpen (1930), Braunschweig (1931), Wien (1933) und Brüssel (1935). Der Kongress in Brüssel fand anlässlich der ,,1ere Ex position Internationale de la Presse et de la Litterature Philatelique" im Zusammenhang mit der Weltausstellung SITEB statt. Bevor die Organisation durch den Zweiten Weltkrieg kurz danach 1947 auseinanderfiel, wurde ein letzter Kongress 1937 in Paris abgehalten. 1962 gelang ein Neuanfang: 44 Redakteure und Autoren aus 14 Ländern gründeten im Saal des Hotels International in Prag am 20. August 1962 die AIJP. Pierre Seguy, früherer Vorsitzenden des Landesverbandes der Philatelisten im Saarland, wurde ihr erster Präsident und führte dieses Amt bis zum AIJP-Kongress 1973 in Poznan, Polen. Präsidenten aus Belgien (Ing. Ilja Braunstein and Dr.R. de Graeve) so wie den Niederlanden (Dr. A. van der Flier) folgten. Otto Hornung, England, war Präsident von 1990 bis Anfang 2003 und wurde auf dem 36. AIJP Kongress in Berlin zum Ehrenpräsidenten gewählt. Anlässlich desselben Kongresses wurde Marian Szwemin aus Polen neuer AIJP-Präsident, ehe 2005 in Brünn dann Wolfgang Maassen aus Deutschland das Amt übernahm.
 
Der A.I.J.P. – Vorstand mit Herbert Judmaier, Aad Knikman, Wolfgang Maassen und Jochen Stenzke (v.l.) 
Die AIJP wurde, nachdem ursprünglich Paris zum Sitz gewählt worden war, am 22. Mai 1981 im Vereinsregister der "Kamer van Koophandel en Fabrieken" (Handelskammer) in Den Haag, Niederlande, unter der Nr. 40410379 eingetragen und hat damit die Qualifikation einer "Rechtsperson" bzw. eines "eingetragenen Vereins". Auf Beschluss des Jahreskongresses 2006 wurde die jahrzehntealte Satzung völlig neu formuliert, den Anforderungen der Gegenwart angepasst und neu eingetragen. Nunmehr ist dieser Weltverband offen für: 1) Philatelistische Journalisten, die direkt und regelmäßig in einer dauernden Form durch Artikel und Beiträge in einer philatelistischen Zeitschrift, in einer philatelistischen Rubrik der Presse, des Rundfunks, des Fernsehens und des Internets mitarbeiten. Dazu gehören auch die Herausgeber von philatelistischen Zeitschriften, auch wenn sie nicht regelmäßig in diesen Zeitschriften schreiben, und die Herausgeber von Katalogen. 2) Philatelistische Autoren, die gelegentlich in den vorgenannten Medien mitarbeiten oder philatelistische Werke geschrieben haben. 3) Angegliederte Vereine: nationale oder regionale Verbände von philatelistischen Journalisten oder Autoren sowie Vereine für Literaturförderung, Museen und Bibliotheken, Arbeitsgemeinschaften und Studiengruppen. 4) Verleger und den Literaturhandel, auch für Sponsoren und Förderer. Weltkongresse der AIJP fanden seit 1962 regelmäßig statt, zuletzt 2001 in Kopenhagen, 2003 in Berlin, 2005 in Brno und 2006 in Essen. 2007 ist die AIJP nun zur "LIPSIA" in Leipzig zu Gast, für die sie auch ihr Patronat vergab.
Hauptziele der AIJP sind:
  •  den Frieden und die Völkerfreundschaft zu wahren und mit wahrheitsgemäßer Information zu fördern,
  •  die Philatelie gegen Fälschungen, Spekulation, gegen Phantasie-Ausgaben sowie alles, was die Philatelie schädigen kann, zu schützen,
  •  die Interessen der Journalisten, Autoren und der Philatelie-Presse zu fördern,
  •  die Zusammenarbeit zwischen der Philateliepresse zu fördern, Artikel zu übersetzen und zu verbreiten,
  •  Erstellung, Verbreitung und Vertrieb von bedeutender Literatur zu unterstützen,
  •  die Bedeutung und Position der philatelistischen Literatur bei Ausstellungen zu sichern.
Die AIJP arbeitet hierzu mit den Weltverbänden der Philatelie (FIP, isfda, ASCAT) eng zusammen und ist Partner in der WADP (World Association for the Development of Philately) beim Weltpostverein zur Bekämpfung illegaler Ausgaben von Postwertzeichen.