Vorbeugen ist besser als Löschen

Unser Sammlerfreund Jürgen Schilde hat ein interessantes Ausstellungsexponat zum Thema Feuer, Brandkatastrophen und Brandschutz gestaltet. Auf unserer Bitte hin hat er uns für unsere Webseite den ersten Teil „Das Feuer des Prometheus – Segen und Fluch“ zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns hier für die Genehmigung der unentgeltlichen Veröffentlichung beim Autoren, Herrn Jürgen Schilde. (Anmerkung: Das Bildmaterial musste technisch für die Webseite aufgearbeitet werden und weicht somit in einzelnen Fällen vom Original ab.)

Der Aufwand alles zur Vermeidung von Bränden zu tun, ist wesentlich geringer. als die materiellen Schäden und das Leid Betroffener. Ein wirkungsvoller vorbeugender Brandschutz ist deshalb nicht nur wichtiger Bestandteil der Arbeit der Feuerwehren allein.

Es gilt, alle Menschen von der Bedeutsamkeit dieser Aufgaben zu überzeugen und sie in diese notwendige Arbeit einzubeziehen.

De es garantierte Sicherheit nicht gibt, bewahrt finanzielle Vorsorge vor Ruin der Existenz und damit des Lebens. Unterstützung bei der Bewältigung dennoch eingetretener Schäden helfen Not jedoch zu lindern.

Das vorliegende Exponat möchte die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, was und wie weltweit für den vorbeugenden Brandschutz gearbeitet wird.

 

EFFEKTIEVE BRANDPREVENTlE IS NIET SLECHTS EEN BELANGRIJK ONDERDEEL VAN HET WERK VAN DE EJRANDWEER ALLEN. HET IS  ZAAK. IEDEREEN VAN HET BELANG VAN DEZE TAAK TE OVERTUIGENEN DIE IN HET GEHEEL TE BETREKKEN. FINANCIELE VOORZORGSMAATREGELEN BEHOEDT MENSEN VOOR ONDERGANG VAN HUN BESTAAN. ONDERSTEUNING HELPT OM BIJ SCHADE DE NOOD TE LENIGEN.

Gliederung:

1. Das Feuer des Prometheus - Segen und Fluch

2. Katastrophen mahnen zum brandschutzgerechten Verhalten

3. Durch Aufklärung das Brandrisiko erkennen

    3.1 Die Sicherheit im Haushalt erhöhen

   3.2 Kinder müssen lernen, Gefahren und Risiken zu erkennen

   3.3 Busch und Heide -lebenswichtige Naturlandschaften erhalten

   3.4 Schutz unserem Wald - dem Klimaregler und Rohstofflieferanten

4. Vorbeugen heißt Öffentlichkeit

   4.1 Appelle, Appelle. Appelle. . .

   4.2 Die Feuerwehr stellt sich vor - eine „ansprechende“ Möglichkeit

   4.3 Ausstellungen und Feuerwehrtage - das Neuste für den Brandschutz

   4.4 Schutz von Menschen und Sachwerten in Industrie und Landwirtschaft

5. Die Basis eines effektiven Brandschutzes

   5.1 Wissenschaft und Technik schaffen die theoretischen und praktischen Grundlagen

   5.2 Durch baulichen Brandschutz zu mehr Sicherheit

6. Wenn Brandschutz versagt. ist Hilfe gefragt

Teil 1 DAS FEUER DES PROMETUEUS - SEGEN UND FLUCH

 

Vor ca. 600 000 Jahren besiegte der Mensch seine Angst und nutzte bewusst das Feuer für sich, z. B. durch Nachlegen von Brennmaterial. 

   TIRRIKIBA = ORT DER FLAMME  Poststelle in Neusüdwales nur von 1921-1952 

 

Der in der Bibel beschriebene "brennende Dornbusch" belegt, dass man zu Moses Zeiten durch Blitz oder Vulkan entstandenes Feuer hüten konnte, auch die Aborigines konnten dies.

     

 

Vor etwa 400 000 Jahren lernte der Mensch, Feuer durch Reibung selbst herzustellen, ein wichtiger  Entwicklungsschritt war getan.

      Aristoteles begründete 300 v. Ohr. die Hypothese vom Bau des Universums.

      Sie bestimmte fast 2000 Jahre das wissenschaftliche Denken.

      

 

 

 

Feuer, Wasser, Luft und Erde sind die vier Grundelemente aller Materie, so lautete diese klassische Lehre.

 

         Feuer                            Wasser                         Luft                                  Erde

„KIMBA“ – „brennendes Buschland“. Die Ureinwohner Australiens kannten also auch die negative Seite der Naturgewalt Feuer, Verwendung dieses Stempels nur bei - auf dieser Poststelle - bar bezahlten Sendungen.

Der Umgang mit Feuer gehört zur Entwicklungsgeschichte der Menschheit 

 

  PROMETHEUS - der Vorausdenkende -schenkte nach der griechischen
   Mythologie den Menschen das Feuer, das heilige Eigentum der Götter.
   Göttervater ZEUS ließ ihn dafür an einen Felsen ketten. Ein Adler hackte
   ihm täglich die nachwachsende Leber aus seinem Körper, bis ihn Herakles
   befreite.

 

 

 

 

 

   

Funde belegen. dass die „europäischen“ Neandertaler, wie auch die
australischen Ureinwohner. die Aborigenes, die Wärme des „Wingen“  oder des „Wyee“ - des Feuers - nutzten.

R.Zettel aus 1935 - 1940, nicht mehr existierender Kleinpoststellen (vermutlich UNIKATE).

 

ZEUS - mit dem Blitzbündel - wurde als oberster Gott auf dem Olymp und als Herr über Blitz und Donner verehrt.

 

 

 

 

  Noch heute werden in Afrika HEBIESSO, dem Gott des Blitzes, Opfer gebracht,

  damit er das eigene Gehöft verschont (und andere heimsucht?!).

 

 

 

 

 

 

WINGELLO "Niederbrennen" sagt uns. dass sich auch die australischen Ureinwohner vor Gewittern fürchteten.

 Dorfpoststelle seit 1885 in Neusüdwales, heute noch in Privatlizenz.

 

Noch im 19. Jahrhundert verbrannte bei Gewitter durch ungenügenden Blitzschutz ganze Ortschaften, wie 1842 der größte Teil von HARTHA in Sachsen. Vorphilabrief „für die Abgebrannten" mit Hilfsgeldern: 5 Taler, 10 Neugroschen. Gewicht des Briefes; 4 ½  Hektas, Trotz Portofreiheit: Werttaxe: 21 Pfg. Botenlohn: 2 ½  Pfg.

„Vulkane sind Berge, in denen die Götter wohnen“ - bei einigen Völkern herrscht dieser Glaube noch vor. Wer In der Nahe eines
„Feuerberges“ wohnt, weiß, dass plötzliche Ausbrüche Tod - aber auch neues Leben bringen.

 

 

 

  links: HEPHAISTOS, Gott des Erdfeuers und der Vulkane

  rechts: WYBONG - ERLOSCHENES FEUER 

             Poststelle 1883 -1968. R-Zettel um 1930 .. vermutlich ein UNIKAT ..

                                                      

Im Altertum brachten die Menschen dem .Gott der Vulkane" höchste Ehrfurcht und Ehrerbietung entgegen. Der Ortsname ..Wybong (Sprache der Aborigines) zeigt, dass die Ureinwohner auch die positiven Seiten der Vulkane kannten - sie siedelten auf den Lavafeldern erloschener Vulkane.

  

 

Die indonesischen Inseln sind Teil des .Ring aus Feuer" mit mehr als 150 aktiven Vulkanen. Beim Vulkanausbruch des GUNUNG AGUNG auf Bali - 1963 - wurden mehr als 1900 Menschen getötet. Tausende wurden obdachlos. Weltweite Hilfe war dringend gefordert.

 

In Nikaragua, dem „Land der 1000 Vulkane“, gibt es mehr als neun tätige Vulkane Die Ganzsache von 1894 (Postkarte mit Antwortkarte) aus Nikaragua zeigt eine typische Vu1kanlandschaft. Bis zur Organisierung erster Löschdienste im Römischen Reich waren die Menschen der Gefahr unkontrollierten Feuers meist hilflos ausgesetzt.

         

Ab 1538 gab es in Debrecen erste Studentenfeuerwehren, ausgerüstet mit Abreißwerkzeugen und Eisenkeulen zum Abschlagen brennender Dächer. 1686 stellte Wien vier hauptamtliche „Feuerknechte" ein. Ausgerüstet mit Löscheimer und hölzerner Spritze gelten sie weltweit als erste Berufsfeuerwehr.

Trotz moderner Brandschutztechnik ist der Schrecken des Feuers bis in die Neuzeit geblieben. Die größte belgische Bergwerkskatastrophe vom 8.8.1956 beweist dies. Der belgische Maler Ben Genaux bezog die „Pieta“ in das Gedenken an die 262 getöteten Bergleute mit ein. Ausgaben anlässlich des 25. und 50. Jahrestags dieser furchtbaren Brandkatastrophe.