Der Verein von 1904 bis 1949

Chronik

 

des Philatelistenvereins 1882 e.V. Hugo Schwaneberger Leipzig

 von 1900 bis 1950

20.08. – 23.08.1904 - Ausrichtung des XVI. Deutschen Philatelistentages und es VIII. Bundesta­ges des Bundes Deutscher und Österreichischer Philatelisten. Den Vorsitz im vorbereitenden Ausschuss bekleidet HUGO SCHWANEBERGER.

30.06.1907 - Das 25-jährige Stiftungsfest der Sektion Leipzig wird festlich im Palmen­garten Leipzig begangen.

17.05. – 18.10.1914 - Während der Weltausstellung für Graphik und Buchkunst organisieren Sächsische Philatelisten eine Sonderausstellung philatelistischer Literatur und Briefmarken.

01.01.1926 - Der Verein zählt 64 Mitglieder, darunter 9 mit Ehrendiplom Ausgezeichnete. Neues Vereinslokal wird das Hotel „Deutsches Haus“ am Königsplatz. In diese Zeit fällt auch die Umbenennung der Leipziger Sektion in „Internationaler Philatelistenverein Dresden – Ortsgruppe Leipzig“.

11.06.1928 - Gründungsversammlung der „Arbeitsgemeinschaft Leipziger Briefmarkensammler-Vereine“. Die ArGe setzt sich aus folgenden Vereinen zusammen: Briefmarken-Sammler-Verein Leipzig Ost; Briefmarken-Sammler-Verein Leipzig West 1920; Briefmarken-Sammler-Verein Lipsia 1902; Briefmarken-Sammler-Verein Saxonia; Deutscher Philatelisten Ver­band Gößnitz, Ortsverein Leipzig; Internationaler Philatelistenverein Ortsgruppe Leipzig; Postwertzeichen Sammler Verein Leipzig, Verein Leipziger Briefmarkenbörse. Als Schriftführer wird unser Vereinsmitglied Rudolf Körner in den Vorstand gewählt.

22.10. 1932 - 50-Jahrfeier der Ortsgruppe Leipzig. In Anerkennung der Verdienste  und 50-jähriger erfolgreicher Tätigkeit von Hugo Schwaneberger als Vorsitzendem der Ortsgruppe Leipzig wird der Leipziger Vereinsname in „Ortsgruppe Schwaneberger“ geändert.

31.08.1934 - Nach Vollendung des 81. Lebensjahres stirbt Hugo Schwaneberger. Er findet auf dem Südfriedhof Leipzig seine heute noch vorhandene letzte Ruhestätte. Als neuer Vorsitzender wird Studienrat Prof. Dr. Artur Krause einstimmig gewählt.

19.12.1939 - Die Vereinsmitglieder lehnen in einem Schreiben an den Landesverband Sachsen des Reichsbundes der Philatelisten e.V. einen Beitritt zum Reichsbund ab.

01.01.1942 - Neues Vereinslokal wird das Hotel und Restaurant „Der Sachsenhof“ am Johannisplatz.

26.10.1942 - An der 60-Jahrfeier des Vereins nehmen 54 Mitglieder teil. Aus diesem Anlass findet unter dem Motto: „Das erste halbe Jahrhundert europäischer Briefmarken 1840 – 1890“, eine Ausstellung von Sammlungen der Vereinsmitglieder statt.

04.12.1943 - In den Morgenstunden wird Leipzig Ziel eines schweren Bombenangriffs. Zu den zahlreichen Gebäuden, die beim Angriff zum Opfer fallen, gehört auch das Vereinslokal. Damit gehen das Vereinsarchiv und die umfangreiche philatelistische Bibliothek verloren.

01.01.1944 - Die Veranstaltungstätigkeit wird im Opelhaus am Johannisplatz weitergeführt.

18.04.1945 - Leipzig wird von Kampfverbänden der US-Armee besetzt. Auf Anordnung der Militärregierung muss die Versammlungstätigkeit eingestellt werden.

22.10.1945 - Die 1258. Ortsgruppensitzung des Vereins wird einberufen. Erwägungen über eine Vereinigung mit anderen Leipziger Vereinen lehnen die 36 anwesenden Mitglieder ab. Sie beschließen, die Genehmigung für die Fortsetzung der Vereinstätigkeit einzuholen.

16.12.1945 - Nachdem Prof. Dr. ARTUR KRAUSE den Vorsitz niederlegte, wählen die Mitglieder HEINRICH SCHMIDT zum neuen Vorsitzenden.

01.07.1946 - Die philatelistischen Organisationen der Stadt Leipzig werden dem Volksbildungsamt zugeordnet. Dieses erteilt die Genehmigung zur Wiederaufnahme der regelmäßigen Versammlungstätigkeit.

08.07.1946 - Erste legale Zusammenkunft der Vereinsmitglieder nach Ende des 2. Weltkriegs im „Auerbachs Keller“.

12.01.1949 - Die Deutsche Verwaltung für Inneres, Justiz und Volksbildung erlässt die Verordnung zur Überführung von Volksgruppen und volksbildenden Vereinen in die bestehenden Massenorganisationen. Auf dieser Grundlage werden die philatelistischen Vereine in der sowjetischen Besatzungszone in den „Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ eingegliedert, damit ändert sich der Vereinsname in „Arbeitskreis Schwaneberger“